Dorsale Schallverstärkung

Artefakte-Schallverstaerkung

Strukturen, die den Schall gleich stark reflektieren, werden bei gleicher Entfernung vom Schallkopf gleich hell abgebildet werden. Die Schallwellen werden jedoch auf dem Weg zu und von dieser reflektierenden Struktur entsprechend den Absorptionseigenschaften des schallkopfwärts gelegenen Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt.

Sorgt dieses Gewebe für eine starke Absorption, so bleibt für die Reflektion nur wenig Schall übrig, so dass die reflektierende Struktur verhältnismäßig hypoechogen zur Darstellung kommt. Im Gegensatz hierzu wird der Schall beim Durchlaufen eines Gefäßlumens (Absorptionskoeffizient von Blut = 0,2 dB/cm bei 1 MHz) im Verhältnis zum umgebenden Gewebe (Absorptionskoeffizient von Weichteilgewebe 0,54 dB/cm bei 1 MHz) nur sehr geringfügig abgeschwächt, so dass die dahinter (tiefer) liegenden Strukturen „lauter“ beschallt werden und dementsprechend für stärkere Reflektionen („lautere Echos“) sorgen. Auf dem Bildschirm erscheinen diese Strukturen dadurch deutlich hyperechogener.

Das Resultat von regional begrenzten niedrigen Absorptionskoeffizienten (z.B. Blut oder ähnlichen Flüssigkeiten in Gefäßen oder Zysten) führt zu einer übermäßigen Beschallung des schallkopfferneren Gewebes, wodurch dieses im Rahmen einer dorsalen Schallverstärkung verhältnismäßig hyperechogen (übermäßig hell) dargestellt wird.

 

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