Sonografie bei militärischen Einsätzen Westerstede 2026

1.150,00

(1.150,00 / cm)

Das Curriculum über die Anwendung der Sonografie bei militärischen Einsätzen wurde mit Sanitätsoffizieren der Bundeswehr und der DEGUM erstellt. Es ist speziell auf die Diagnostik akuter Zustände verletzter Soldaten und den sicheren Transport zu den Versorgungsebenen ausgelegt.

Das Curriculum wird praktisch und theoretisch in Grund- und Aufbaukurs an jeweils drei Tagen in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Bundeswehr gelehrt. Hinweis zum Kurs finden Sie unter www.usra.de/bundeswehr sowie im Programmheft (Flyer, PDF ca. 5MB).

Bitte wählen Sie bei der Bestellung den gewünschten Kurs und geben an, ob Sie bei der Bundeswehr als Sanitätsoffizier tätig sind oder nicht. Hinweis: Die Kurse können nur gemeinsam gebucht werden.

Artikelnummer: BW-Westerstede-2026 Kategorie: Schlagwort:

Veranstaltungsdaten

Programm

Zusätzlich zu den Angaben auf dieser Webseite sind im Programmheft als PDF (Flyer) die Themen aufgeführt (5MB).

Datum Grundkurs

Tag 1 Freitag, 28.08.2026       14:30 bis 18:45 Uhr
Tag 2 Samstag, 29.08.2026   08:30 bis 18:30 Uhr
Tag 3 Sonntag, 30.08.2026    08:30 bis 18:00 Uhr

Datum Aufbaukurs

Tag 4 Freitag, 11.09.2026     14:30 bis 18:45 Uhr
Tag 5 Samstag, 12.09.2026   08:30 bis 18:00 Uhr
Tag 6 Sonntag, 13.09.2026   08:30 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bundeswehrkrankenhaus Westerstede
Ammerländer Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe (AAfG)
Lange Straße 38
26655 Westerstede

Gebühr

2300 Euro für beide Module (insgesamt 6 Tage)
inklusive Pausenverpflegung
DEGUM- und Ärztekammerzertifkat

Organisation vor Ort

Oberfeldarzt Jan Francke
Email: janfrancke@bundeswehr.org
Oberfeldarzt Josef Mayr
Email: josef1mayr@bundeswehr.org
Oberstarzt Dr. Jens Beuche
Email: JensBeuche@bundeswehr.org

Zertifizierung

Die Veranstaltung wird von der DEGUM (Sektion Anästhesiologie) zertifiziert. Eine Zertifizierung durch die Landesärztekammer ist beantragt. Bitte bringen Sie unbedingt für die elektronische Meldung ihre einheitliche Fortbildungsnummer (EFN) mit.

DEGUM-Kursleiter

Dr. med. Rainer J. Litz, DEGUM-Stufe III
Dr. med. Daniel Lohr, DEGUM-Stufe II
OFA Rene Poggi, DEGUM-Stufe II
OFA Marcus Ruppert, DEGUM-Stufe II
Dr. med. Eckehart Schöll, DEGUM-Stufe II
Dr. med. Stephan-Andreas Schöniger, DEGUM-Stufe II

Veranstalter

USRA Medical Education, Pilgrimstr. 2, 44789 Bochum

Anreise Westerstede

Anfahrt mit dem PKW
BAB 28 aus Oldenburg oder Leer,
Abfahrt Westerstede West, B 75 Richtung Westerstede

Anreise per Bahn
Bahnstation Westerstede-Ocholt, Buslinie 360 vom Bahnhof nach Westerstede
Bahnstation Augustfehn, Buslinie 366 vom Bahnhof nach Westerstede

Anreise per Bus
Zentraler Omnibusbahnhof Oldenburg
Buslinie S 35 oder 350 bis Ammerland-Klinik

Parken am Krankenhaus
Bitte beachten Sie, dass die Parkplatzsituation rund um das Krankenhaus derzeit sehr angespannt ist. Es stehen nur begrenzt Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Wir empfehlen daher ausreichend Zeit für die Parkplatzsuche einzuplanen oder nach Möglichkeit alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Für Patientinnen und Patienten sowie Gästen stehen ausschließlich die Parkmöglichkeiten P1, P4 und P5 zur Verfügung (siehe Lageplan). Den Parkplatz P4 sowie das Parkhaus P5 erreichen Sie unter folgender Adresse: An der Hössen 16, 26655 Westerstede. Das Parkhaus P 5 ist nicht barrierefrei – es sind keine Fahrstühle vorhanden.
Das Parkhaus P1 ist ab der 16. Minute kostenpflichtig und kostet 1 EUR / Stunde, jedoch max. 10 EUR / Tag. Sie erreichen P1 unter folgender Adresse: Lange Str. 38, 26655 Westerstede.

Intention zum Kurs - Westerstede

Zur sofortigen Behandlung verletzter Soldaten in Kampfgebieten wurden aufeinander aufbauende Versorgungsebenen implementiert, die eine stufenweise und fokussierte Behandlung ermöglichen.

Primär soll das Leben der Soldaten gerettet, Extremitäten und das Sehvermögen erhalten werden. Hier liegt der Fokus auf lebenserhaltenden Maßnahmen wie Blutstillung, Schaffung von praktikablen Gefäßzugängen und lebensrettenden Drainagen („Golden Hour of Shock“).

Einfache, mobile und leicht handhabbare Sonographiesysteme können in solchen Situationen eine entscheidende Hilfe sein. 

Nach der anfänglichen Primärversorgung werden die Verletzten möglichst schnell einer höheren Versorgungsebene zur weiteren Behandlung zugeführt. Dabei muss jede Maßnahme / Prozedur, die die Behandlung in der nächsten übergeordneten Versorgungsebene verzögern oder erschweren könnte, vermieden werden.

Dies erfordert aber einen raschen und möglichst einfachen Transport von Verwundeten. In solchen Situationen müssen Soldaten vorrangig durch nicht-ärztliches Personal transportiert und begleitet werden.

Eine überragende Rolle bekommt dabei eine effektive aber möglichst nebenwirkungsarme Analgesie. Gegenwärtig werden vorrangig Medikamente wie Opioide, Ketamine oder Sedativa eingesetzt. Diese haben jedoch signifikante Auswirkungen auf die Erhaltung der Vitalfunktionen oder das Bewusstsein.

Solche Nebenwirkungen können den notwendigen Transport in die nächste übergeordnete Versorgungsebene erheblich erschweren und das Leben der Verwundeten gefährden.

Periphere Regionalanästhesieverfahren könnten hier eine zentrale Rolle einnehmen. Sie leisten zum einen eine hervorragende Analgesiequalität, zum anderen führen sie nicht zu Atem- oder Kreislaufdepression oder Vigilanzeinschränkungen. Korrekt durchgeführt ermöglichen sie den Erhalt des Bewusstseins.

Eine breite Implemetierung kann jedoch nur gelingen, wenn solche Verfahren einfach, sicher und vor allem in akzeptabler Zeit für viele Sanitätsoffiziere erlernbar sind.

Auch hier kann die Sonographie mit mobilen Ultraschallsystemen, den entscheidenden Vorteil hinsichtlich schneller Erlernbarkeit und Umsetzung bieten. 

Erfahrene Sanitätsoffiziere der Bundeswehr haben dafür gemeinsam mit Ultraschallspezialisten der DEGUM ein interdisziplinäres Curriculum entwickelt.

Dieses ist speziell auf die essentielle Nutzung der Sonographie in der lebensrettenden Akutphase sowie bei der Anlage peripherer Regionalanästhesieverfahren zur Versorgung verwundeter Soldaten in Kampfeinsätzen ausgerichtet.

Rainer Litz, Augsburg
Rene Poggi, Berlin
Marcus Ruppert, Berlin

Jens Beuche, Westerstede
Jan Francke, Westerstede
Josef Mayr, Westerstede

Referenten / Tutoren - Sonografie bei militärischen Einsätzen - Westerstede

Referenten und Tutoren der Bundeswehr

Oberfeldarzt Erik Andrä
FA Innere Medizin, FA Kardiologie, Oberarzt Abt. I Innere Medizin, Bundeswehrkrankenhaus Westerstede

Oberstarzt Dr. Jens Beuche
FA Chirurgie, FA Orthopädie und Unfallchirurgie, ZWB spez. Unfallchirurgie, ZWB KLINAM
Geschäftsführender Oberarzt Abt. XIV Orthopädie und Unfallchirurgie BwKrh Westerstede,
Einsatzplaner Chirurgie der Bundeswehr, Transfusionsbeauftragter Abt. XIV
Einsätze: Afghanistan, Kosovo, Mali

Oberfeldarzt Jan Francke
FA Allgemeinchirurgie, FA Orthopädie und Unfallchirurgie,
Abt. XIV Orthopädie und Unfallchirurgie BwKrh Westerstede,
Einsatzplaner Chirurgie BwKrh Westerstede,
Einsätze: Mali, Türkei

Oberfeldarzt Dr. med. Robert Kischio
FA Allgemeinmedizin, ZB KLINAM, Notfallmedizin, Bundeswehrkrankenhaus Berlin, DEGUM-Stufe I

Oberfeldarzt Dominik Knott
FA Allgemeinmedizin, ZB Notfallmedizin, ZB KLINAM, Stv. Ltd. Arzt Notaufnahme, Bundeswehrkrankenhaus Berlin, DEGUM-Stufe I

Oberfeldarzt d. R. Prof. Dr. med. Christian Mardin
FA für Ophthalmologie, Ltd. Oberarzt der Augenklinik Universitätsklinik Erlangen

Oberfeldarzt Josef Mayr
FA Allgemeinchirurgie, Leiter Notaufnahme BwKrh Westerstede, Einsätze: Afghanistan

Flottillenarzt Marilena Pläcking
FÄ Urologie, ZB Notfallmedizin und medikamentöse Tumortherapie, Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Oberfeldarzt Rene Poggi
Oberarzt TE Luftrettung , FA Anästhesie, ZB KLINAM, Notfallmedizin, LNA (Berlin), Einsätze: Irak, DEGUM-Stufe II Kursleiter, BWKH Berlin

Oberfeldarzt Oliver Richter
FA Anästhesiologie, ZWB spez. anästhesiologische Intensivmedizin, ZWB Notfallmedizin
Oberarzt Abt. X Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie BwKrh Westerstede, Transfusionsbeauftragter Abt. X, OP-Manager(IHK), Einsätze:  Afghanistan, Kosovo, Niger

Oberfeldarzt Marcus Ruppert
FA Anästhesie, Trauma Fellowship, Einsätze: Irak, Afghanistan, Mali, Johannesburg, DEGUM-Stufe II Kursleiter, BWKH Berlin

Oberfeldarzt Kevin Stibane
FA Anästhesiologie, ZWB Notfallmedizin
Abt. X Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie BwKrh Westerstede , Einsätze: Mali

Referenten und Tutoren der DEGUM

Dr. med. Rainer J. Litz
FA Anästhesiologie, Augsburg
DEGUM-Stufe III Kursleiter, DEGUM-Stufe III Interventionelle Schmerztherapie
DEGUM-Stufe II Kursleiter Echokardiografie, DEGUM-Sektionsleiter Anästhesiologie

Dr. med. Daniel Lohr
FA Anästhesiologie, ZB Spezielle Schmerztherapie, Intensivmedizin, Notfallmedizin
Chefarzt Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Arberland Kliniken Zwiesel
DEGUM-Stufe II Kursleiter, DEGUM-Stufe I Interventionelle Schmerztherapie
DEGUM-Stufe I Echokardiografie

Dr. med. Tim Mäcken
FA Anästhesiologie
Oberarzt Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie
BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum
DEGUM-Stufe III Kursleiter, DEGUM-Stufe III Interventionelle Schmerztherapie

Dr. med. Stephan-Andreas Schöniger
FA Anästhesiologie, ZB Intensivmedizin, Manuelle Medizin, Chirotherapie
Oberarzt Zentrale Notaufnahme Universitätsklinikum Augsburg
DEGUM-Stufe II Kursleiter, DEGUM-Stufe I Interventionelle Schmerztherapie
DEGUM-Stufe I Echokardiografie, DEGUM-Stellv. Sektionsleiter Anästhesiologie

Dr. med. Eckehart Schöll
FA Anästhesiologie
Ärztlicher Leiter Notaufnahme am Bethesda Spital, Universitätsspital
Basel, Schweiz
DEGUM-Stufe II Kursleiter

Daniel Radny
AiW Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH Bochum
DEGUM-Stufe I Anästhesie und interventionelle Schmerztherapie