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Dorsaler Schallschatten

Artefakte-Schallschatten

Die vom Schallkopf ausgehende Schallwelle wird beim Durchdringen eines Mediums abgeschwächt. Sie verliert dabei an Energie und wird „leiser“. Jedes Medium hat seinen eigenen Abschwächungskoeffizienten. Je höher dieser ist, desto geringer ist der Anteil der Schallwelle, der weiter in das Gewebe eindringen kann. Für das bessere Verständnis lässt sich dieser Koeffizient auch als sog. „Half-Power-Distance“ ausdrücken. Diese beschreibt die Distanz, nach der die Energie eine Schallwelle auf die Hälfte der ursprünglichen reduziert wurde, d.h. nur noch halb so „laut“ ist.

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Dorsale Schallverstärkung

Artefakte-Schallverstaerkung

Strukturen, die den Schall gleich stark reflektieren, werden bei gleicher Entfernung vom Schallkopf gleich hell abgebildet werden. Die Schallwellen werden jedoch auf dem Weg zu und von dieser reflektierenden Struktur entsprechend den Absorptionseigenschaften des schallkopfwärts gelegenen Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt.

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Artefakte

Bei Artefakten denkt man zunächst unwillkürlich an unwahre bzw. trügerische Erscheinungen, die primär häufig mit negativen Assoziationen belegt sind. Sie entstehen durch wahre schallphysikalische Bedingungen (vgl. dorsaler Schallschatten oder dorsale Schallverstärkung), durch „naive“ Erwartungen des Schallgeräts (vgl. Reverberationen oder Spiegelartefakte) und durch falsche Annahmen bei der Signalverarbeitung (vgl. Bajonett-Phänomen).

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Compound Imaging

Die Technologie Compound-Imaging kommt in zwei Formen zur Anwendung, wobei ersteres für die ultraschallgestützte Regionalanästhesie strärker bedeutend ist: (1) räumliches Compound-Imaging (engl. spatial compound-imaging) und (2) frequenzabhängiges Compound-Imaging (engl.: frequency compound-imaging)

Beim Spatial Compound-Imaging werden die Ultraschallwellen in verschiedene Richtungen gelengt (engl.: steering). Dies wird durch eine elektronische Ansteuerung des Elemente in der Sonde erreicht. Die aus den verschiedenen Winkeln gewonnenen Einzelinformationen werden in Echtzeit zu einem B-Bild zusammengesetzt. Dadurch wird häufig eine bessere Darstellung von Nerven und Punktionskanülen erzielt (Abbildung 1).

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TGC – Streifen verrutscht

 

„Ich mach dich gesund“, sagte der Bär zum Tiger (Janosch ISBN 978-3257251036) als sein Streifen verrutscht war (Anm.: im AP-Röntgenbild). Wenn Sie verrutschte Streifen im Ultraschallbild haben, kann die Ursache die Verstellung eines Time-Gain-Compensation (TGC) sein.

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Nomenklatur Schall- und Punktionsebenen

Die Zielstruktur (Nerven, Gefässe) können quer (transversal) oder längs (longitudinal) dargestellt werden. Die Ansicht auf dem Bildschirm stellt dann die lange oder quere Achse dar.

Die quere Achse wird auch als kurze Achse bezeichnet. Es haben sich die englischen Begriffe long axis und short axis in das Deutsche eingebürgert. Die Ansicht wird mit view übersetzt.

  • short-axis-view ( = SAX)
  • long-axis-view (= LAX)

Die Kanüle kann in der Ultraschallebene oder quer (ausserhalb) der Ultraschallebene zum Ziel geführt werden. Die englischen Bergriffe haben sich analog zu den Abkürzungen SAX und LAX auch bei der Kanülenführung im deutschen durchgesetzt. Folgende Begriffe beschreiben die beiden die Punktionsrichtung in Relation zur Ultraschallebene:

  • in-plane-technique (IP), die Kanüle wird längs dargestellt.
  • out-of-plane-technique (OOP), die Spitze der Kanüle wird dargestellt.

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Moderne Breitband-Ultraschallsonden

Die abgegebene Leistung (Lautstärke) einer Ultraschallsonde ist nicht in jedem Bereich gleich. Sie ist jeweils am unteren und oberen Ende des abgegebenen Frequenzspektrums am geringsten. Optimale Untersuchungsergebnisse (Bildqualität) erreichen Sie durch das auswählen einer Frequenz  innerhalb des maximalen Leistungsspektrums. Welche Frequenz das ist, hängt von der Ultraschallsonde ab. Aus diesem Grund verwenden einige Untersucher z. B. mehrere lineare Sonden.

LinearArrays-multiple

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Farbdopplerfenster

Um die Bildwiederholungsrate (framerate) hoch zu halten sollte das Fenster des Farbdopplers so schmal wie möglich und so gross wie notwendig eingestellt werden. Das Fenster wird auch als Region of Interest (ROI) oder das Sample Volume bezeichnet.

Je breiter das Farbdopplerfenster eingestellt, desto mehr Elemente müssen parallel die B-Bild-Daten und die Kodierung der Dopplersignale verarbeiten. Diese zusätzliche Belastung geht Zulasten der Bildwiederholungsrate.

Wird hingegen die Tiefe des Farbdopplerfenster, nicht aber die Breite erhöht, ändert sich die Bildwiederholungsrate NICHT signifikant. Die framerate wird hier maßgeblich durch die eingestellte Tiefe des Schallfensters bestimmt.

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