4. USRA-Symposium Leipzig
Die Ultraschallbildgebung hat in den letzten Jahren wie keine andere Technik einen Siegeszug in der Anästhesie angetreten. Vor allem bei der Durchführung von Regionalanästhesieverfahren bietet die Sonografie unschätzbare Vorteile. Die Punktion unter Sicht erlaubt das Erkennen der anatomischen Variabilität, die visuelle Kontrolle der Punktionskanüle sowie die Beurteilung der Lokalanästhetikaverteilung am Zielort.
Erst jetzt wird verständlich, warum Blockadeversager und Punktionskomplikationen trotz sorgfältiger Technik ohne Sonografie nicht vermeidbar waren. Mathieu Gielen formulierte daher bereits 2005 anlässlich der Verleihung des Carl-Koller-Award „Ultrasound changes regional anaesthesia from art to science“.
Nach anfänglich nachvollziehbarer Skepsis wird die Sonografie zunehmend mit Begeisterung angenommen. Durch rapide Fortschritte in der Geräteentwicklung sowie dem wachsenden „Know How“ der Anwender sind nun Techniken möglich, die vor wenigen Jahren nicht durchführbar erschienen.
Die hohen Erwartungen an die Methode in Bezug auf
Blockadequalität und Sicherheit konnten aber nur teilweise wissenschaftlich belegt werden. Einzelne Kohortenstudien zeigten einen Benefit, der in randomisierten Untersuchungen nicht immer belegt werden konnte. Es häufen sich auch Berichte über Komplikationen unter sonografisch geführter Punktion. Fast immer sind diese Probleme durch Anwendungsfehler erklärbar und zeugen von individuellen Lernkurven.
Blockadequalität und Sicherheit konnten aber nur teilweise wissenschaftlich belegt werden. Einzelne Kohortenstudien zeigten einen Benefit, der in randomisierten Untersuchungen nicht immer belegt werden konnte. Es häufen sich auch Berichte über Komplikationen unter sonografisch geführter Punktion. Fast immer sind diese Probleme durch Anwendungsfehler erklärbar und zeugen von individuellen Lernkurven.
Anders als in den anderen Fachdisziplinen wie Geburtshilfe, Innere Medizin, Urologie etc., in denen die Ultraschallbildgebung eine langjährige Tradition hat, müssen die meisten Anästhesisten diese Technik erst erlernen. Hier ist ein Ausbildungsauftrag gegeben, den die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) seit Jahren fachübergreifend mit dem Ziel wahrnimmt, die Qualität der Sonografie flächendeckend zu gewährleisten.
Das IV. USRA-Symposium setzt den Gedanken der ersten drei Symposien in Dresden und Potsdam fort, d. h. anästhesierelevant aktualisiertes Fachwissen verschiedener Disziplinen zu konzentrieren und zu nutzen. Die Referenten und Tutoren sind Experten aus Anatomie, Anästhesiologie, Chirurgie, Neurologie und Radiologie.
Wir werden Ihnen eine umfassende und aktualisierte Standortbestimmung in diesem rasant wachsenden Themengebiet geben. Neben Basisthemen wie der Interpretation der Sonoanatomie, der Einstellung und -optimierung des Ultraschallbildes oder dem Erkennen und Nutzen von Artefakten, werden auch ultraschallgestützte Verfahren in der Schmerztherapie vorgestellt.
Die Vorteile von ultraschalloptimierten Punktionskanülen werden ebenso erläutert wie die Grenzen der Nadeldarstellbarkeit. Das neue Verständnis für die anatomische Variabilität wie auch für anästhesierelevante Pathologien peripherer Nerven wird betont. Die Referenten werden Tipps zur Vermeidung typischer Anwendungs- und Interpretationsfehler geben. Sie werden Probleme, Kontroversen und Grenzen der Methoden mit Ihnen kritisch diskutieren sowie erfolgreiche Ausbildungskonzepte vorstellen.
Wir freuen uns, dass wir für diese Veranstaltung neben deutschsprachigen Experten erneut führende Fachleute und Meinungsbildner aus Europa und Nordamerika als Referenten und Tutoren gewinnen konnten. In den jeweils zweistündigen Workshops werden Sie in kleinen Gruppen mit maximal 5 Teilnehmern pro Ultraschallgerät vier Stationen mit spezifischen Fragestellungen durchlaufen, wobei Sie die Workshop-Stationen im Rahmen der Anmeldung wählen können.
Für die Schallübungen an den Probanden stehen Ihnen aktuelle Ultraschallsysteme verschiedener Leistungsklassen führender Hersteller zur Verfügung. Sie erhalten dadurch einen Eindruck der gegenwärtigen Gerätetechnik. Während der „Get together“ Veranstaltung mit den Referenten und Tutoren am Freitagabend haben Sie ausgiebig Gelegenheit für einen intensiven und persönlichen Erfahrungsaustausch.
Einen Höhepunkt bietet die Abschlusssitzung „Last questions to the experts“: Ihre Fragen werden live im Auditorium durch zwei internationale Spezialisten „sonografisch“ beantwortet.
Wir hoffen, mit diesem Programm Ihr Interesse für dieses spannende und herausfordernde Thema geweckt zu haben und würden uns freuen, Sie in Leipzig begrüßen zu dürfen.
Rainer J. Litz
Karsten Pracht
Peter K. Zahn
Zur Anmeldung. Das Programm zum Ausdrucken können Sie als PDF (1 MB) hier herunterladen. Möchten Sie eine Print-Version des Flyers erhalten, schreiben Sie uns eine E-Mail an <info@usra.de>.





